Pressemitteilung 02.12.08

Kräftig Sparen beim grenzüberschreitenden Einkauf / 19 elsässische und badische Städte im großen Preisvergleich

Euro-Info-Verbraucher e.V. und das Verbraucherministerium Baden-Württembergs stellen grenzüberschreitende Studie vor

Kehl – Während sich die Preisunterschiede zwischen Deutschland und Frankreich insgesamt verringern, lohnt es sich für den badischen Verbraucher durchaus, einzelne Waren im benachbarten Elsass einzukaufen. Bei welchen Produkten sich besonders sparen lässt, zeigt EURO-INFO-VERBRAUCHER e.V. in seiner aktuellen Preisvergleichsstudie, die heute gemeinsam mit dem baden-württembergischen Verbraucherministerium in Straßburg vorgestellt wird.

Demnach sind inzwischen Lebensmittel bis auf Schokolade, Gebäck und Konserven durchschnittlich günstiger in Frankreich – eine Trendwende im Vergleich zum Vorjahr. Fast alle Drogerieartikel, vom Haarshampoo über Taschentücher bis zum Waschmittel, bleiben dagegen deutlich billiger auf der deutschen Seite. Bei größeren Anschaffungen wie Elektronikgeräten sollte der Verbraucher sich beiderseits des Rheins genau informieren, denn hier gibt es große Preisschwankungen und länderspezifische Angaben. Anhand eines exemplarischen Warenkorbs zeigt die Studie zudem, dass der Verbraucher
durchschnittlich 8 % an Kosten sparen kann, kauft er in beiden Ländern ein.

Wie lassen sich die zum Teil enormen Preisdifferenzen erklären?

Im Auftrag des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden- Württemberg und dem Secrétariat d’Etat à l’Industrie et à la Consommation hat EURO-INFO-VERBRAUCHER e.V. im Juli 2008 insgesamt 2.928 Preise in der elsässisch-badischen Grenzregion erhoben: Von Mulhouse bis nach Straßburg linksrheinisch und Freiburg bis Karlsruhe in Baden sind insgesamt 19 Städte in der Studie vertreten. Zum Vergleich kommen dabei 381 Markenprodukte aus 81 Geschäften in der Grenzregion und rund 20 Online-Shops.

Neben Preistabellen liefert die Studie dem Verbraucher zudem Gründe für die Preisunterschiede: Warum kostet das gleiche Haarspray auf badischer Seite 3,25 € und im Elsass ganze 8,26 €? „Landesspezifische Einkaufsmentalitäten, Vertriebsstrukturen, Wettbewerbsgesetze und auch Steuersätze besitzen einen erheblichen Einfluss auf die Preise“, sagt Dr. Martine Mérigeau, Geschäftsführerin von EURO-INFO-VERBRAUCHER e.V. in Kehl. In Frankreich erobern beispielsweise Discounterketten erst langsam den Markt, während sie in Deutschland schon beherrschend sind. „Trotzdem gibt es immer noch Preisdifferenzen, die sich einfach nicht erklären lassen“, so Mérigeau.

Den europäischen Wettbewerb ankurbeln – per Einkaufsbummel im Elsass
Die vorliegende Studie soll Franzosen wie Deutsche ermutigen, als aktive Nutzer des grenzüberschreitenden Marktes den europaweiten Wettbewerb zu stärken und nebenbei das andere Land und seine Einkaufskultur kennen zu lernen. Sie bietet dem Verbraucher Orientierung zu einer Zeit, in der die Debatte um die Preiserhöhung der Verbrauchsgüter und die sinkende Kaufkraft ganz Europa erfasst habe, betont der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauk: „Doch auch Wirtschaft und Politik profitieren von der Studie. Sie gibt Rückmeldung darüber, inwieweit der europäische Binnenmarkt funktioniert, in welchen Bereichen es noch Handlungsbedarf gibt und wo sich für Unternehmen neue Geschäftsfelder jenseits der Grenze erschließen könnten.“

Eine Kurz- und Langfassung der Studie, die Geschäfte und Steuersätze im
Überblick sowie Preistabellen und Grafiken finden Sie im Internet unter
www.euroinfo-kehl.eu/de/veranstaltungen-und-veroeffentlichungen/



Ansprechpartner für die Presse:
Charlotte Geiger
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